Was ist so verkehrt an tabellenbasiertem Design?
Könnt ihr diese Frage auch so leiden wie ich? Für alle Leidgeplagten habe ich die Case Study meines Essays Barrierefreie Webseiten überarbeitet. So könnt ihr nun das Aussehen und auch den Quelltext einer Webseite aus Photoshop und Dreamweaver mit der barrierefreien Version vergleichen. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr!
Den Unwissenden kann man Webstandards und den Sinn dahinter wohl nur begreiflich machen, wenn man ihnen Ihre Fehler vorhält. Doch Worte alleine verhallen. Überall verlautbaren Webentwickler Ihren Hang zu Webstandards, doch bei genauerem Hinsehen fehlen die Beispiele.
Das Vorhaben
Ich habe mit Photoshop ein Design einer neuen Webseite erstellt und diese dann auf zwei Wegen realisiert.
- Zum einen arbeitete ich ganz normal, in dem ich die Bilder optimierte und extrahierte, und sie dann in das Template integriert hatte. HTML und CSS habe ich in Zend Studio “programmiert”. Heraus kam schlichtes, valides Markup.
- Nun wollte ich ein Paradebeispiel für schlechtes Webdesign herstellen und hatte dafür die Besten Voraussetzungen: Ich hatte keine Ahnung, wie ich das realisiere. Ich erstellte in Photoshop Slices (ich hasse sie) und mouseover-Effekte, exportierte das Design als HTML-Seite und bearbeitete diese dann schließlich mit Dreamweaver. Was hier herauskam, kann sich jeder denken: Eine Webseite, die 90% aller Webseiten weltweit repräsentatiert.
Der direkte Vergleich
Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich habe bei der “grauenvollen Version” nicht extra schlechtes Markup geschrieben, sondern mich ganz einfach auf die Tools Photoshop und Dreamweaver verlassen. Einen Fehler, den ich schon seit vielen Jahre anprangere, schon lange bevor überhaupt jemand von Webstandards geredet hatte.
Zusammengefasst
Vergleicht man nun den Quelltext beider Seiten, wird schlagartig klar, wo die Fehler in der “grauenvollen” Version liegen. Der Quelltext erschlägt einen regelrecht, die Menübilder sind alles andere als Wartungsoptimiert.
Interessant wird die barrierefreie Version natürlich erst, wenn ihr die Stylesheets abschaltet oder die Seite einfach mal über die Druckfunktion eures Browsers ausdruckt.
Mehr Informationen zur Vergleichseite findet ihr hier
Update: Google analyisiert den Quelltext. So hat die Arbeitsgruppe Web Hypertext Application Technology (WHAT WG) festgestellt, dass semantisch strukturierte Inhalten kaum anzutreffen sind. Das ist soweit nichts neues. Was mich schockiert, ist die Meldung, dass WHAT WG an HTML 5 arbeitet und dort häufig genutzte proprietäre Erweiterungen oder Stylesheet-Klassennamen standardisieren möchte. Und das font-Tag ist doch noch nicht ausgestorben.
1 SilentWarrior schrieb am 27. Januar 2006 (14:01 Uhr)
2 Markus Stange schrieb am 27. Januar 2006 (18:01 Uhr)
3 macx schrieb am 28. Januar 2006 (09:01 Uhr)
4 Markus Stange schrieb am 28. Januar 2006 (15:01 Uhr)
5 Stefan schrieb am 28. Januar 2006 (19:01 Uhr)
6 macx schrieb am 28. Januar 2006 (19:01 Uhr)
7 Knut Karnapp schrieb am 30. Januar 2006 (08:01 Uhr)
8 tekton schrieb am 31. Januar 2006 (14:01 Uhr)
9 macx schrieb am 31. Januar 2006 (14:01 Uhr)
10 harald schrieb am 16. August 2006 (16:08 Uhr)
11 Roland schrieb am 16. August 2006 (16:08 Uhr)
12 macx schrieb am 16. August 2006 (17:08 Uhr)
13 macx schrieb am 16. August 2006 (17:08 Uhr)
14 Harald schrieb am 20. August 2006 (07:08 Uhr)