Twitter ist wie Tripper

18. April 2007 Bisher 8 Kommentare

Da gibt es seit einer kurzen Weile wieder so ein Ding, was jeder, aber auch jeder Webdesigner, der sich wichtig machen will, austestet: Twitter. Ja, und auch ich teste das. Und warum? Ja, das frage ich mich die ganze Zeit auch.

Was ist Twitter?

Twitter nennen Webdesigner gern “Microblogging”, weil es cool nach Web 25.0 klingt. Ich nenne es Tripper, weil es unnütz ist. Mit Twitter könnt ihr 140 Zeichen tippen, was ihr jetzt, zu diesem Zeitpunkt macht. Auf dem Mac gibt es dafür das Programm Twitterrific. Haut ihr Freunde auf eure Freundesliste, könnt ihr auch nachlesen, was die gerade so machen. So könnt ihr also auch nachvollziehen, wann der eine oder andere auf Toilette ist oder gerade eine raucht. Selbstverständlich steht dann bei Twitter sowas wie “bin grad im wichtigen Meeting”, worauf aber eigentlich folgen sollte: “Hab noch Zeit zu twitten”.

Was ist der Reiz an Twitter?

Twitter ist neu, mit Twitterrific ziemlich chick auf dem Mac. Und jeder Webdesigner, der was von sich hält, muss es testen. Aber deswegen ist es nicht gut. Mich interessiert einfach nicht, wer sich gerade die Füße wäscht oder in der Nase popelt. Und was der eine für eine ganz tolle Webseite als erster entdeckt hat, lese ich später sowieso in seinem Blog.
Twitter ist eigentlich nichts anderes als ein Instant-Messenger, nur mit dem Unterschied, dass ich auch Nachrichten bekomme, die nicht für mich gedacht sind. Ob das so cool ist?

Warum nutze ich Twitter?

Tu ich ja nicht wirklich. Heute habe ich mal wieder getwittet, aber sonst hört man auch mal Tage lang nichts. Was mich interessiert ist, warum Twitter Tripper ist, es aber trotzdem alle nutzen.

Achso, mich erreicht ihr unter twitter.com/macx. Da seht ihr auch, wem ich so auf die Finger schaue.

Kommentare

Einen eigenen Kommentar schreiben

  1. 1 ad schrieb am 18. April 2007 (15:04 Uhr)

    Da warst du ein wenig schneller. Mein Beitrag geht erst heute Abend online. Will noch was dazu screenschießen.

  2. 2 Michael Bielitza schrieb am 18. April 2007 (18:04 Uhr)

    Da gibt es seit einer kurzen Weile wieder so ein Ding, was jeder, aber auch jeder Webdesigner, der sich wichtig machen will, in seinem Blog basht: Twitter.
    Das ist im Moment wohl im Moment mindestens ebenso on vogue wie das Hochjubeln. Auch wenn das bei manchen Kritikern Twitter-intern schon mal ganz ganz anders klingt. Aber da hat sich ja Kopfkribbeln bereits mit beschäftigt.

    Das Twitter im Moment noch zu spielerisch und zum Teil auch sinnfrei genutzt wird, ist ja vielleicht sogar richtig – dafür ist es noch zu neu und zu unerfahren die Nutzer. Aber zumindest die Phantasie was aus Twitter mal werden kann, hätte ich den Kritikern schon zugetraut. Denn gute Gründe und Vorschläge für den sinnvollen Einsatz für Twitter wurden ja bereits vor längerem z. B. vom WebWorkBlogger oder Dean von pl0g genannt.

    Ich selbst mache bei Twitter unter anderem auch deshalb mit, weil es mich einfach interessiert, was bestimmte Leute deren Blogs ich auch lese oder deren Arbeit ich schätze in ihrem Alltag so machen, mit welchen Themen sie sich beschäftigen, was Sie inspiriert und was Sie gerade in diesem Augenblick antreibt.

    Am Rande mal einen ganz pragmatischen Tip, damit einem die Klo- und Popelmeldungen nicht weiter auf den Geist gehen müssen: Da steht bei Twitter rechts in der Box mit den vielen bunten Bildchen, etwas weiter unten immer “Remove”. Ja, damit kann man jemanden ganz einfach aus seiner Buddyliste entfernen und zack – bekommt man keine Updates mehr von dieser Person. So einfach ist das. Da lohnt sich dann das drüber Meckerbloggen doch kaum, oder?

    Der Inhalt mancher Kritik an Twitter würde substanziell sehr wohl auch in eine 140 Zeichen Twitter Meldung passen: “Twitter? Bäh, machichnich!”. Mehr ist da oftmals nicht.

    Ich meine – im Grunde genommen habt ihr alle natürlich vollkommen recht. Dieser neumodische Kram wird in Kürze wieder vom Erdboden verschwinden. So wie Feuer, feuchtes Klopapier, Email, Internet usw.

    Aber bis dahin werde ich das wohl noch weiter gerne nutzen und beobachten wo es hingeht :)

  3. 3 kiezkindâ„¢ schrieb am 18. April 2007 (20:04 Uhr)

    Tja, manche Sachen versteh ich auch nicht wirklich. Kategorie: Scheisse, die die Welt nicht braucht.

    Obwohl man bestimmt prima seine Angestellten beobachten auf die Finger schauen kann!

  4. 4 Robert Jung schrieb am 18. April 2007 (20:04 Uhr)

    Wahre Worte von Michael. Bevor ich mich genauso an den Rand des Schwimmbeckens stelle, friere und dabei zusehe, wie die anderen beim Spielen Spass haben biographiemode off mache ich einfach mal mit :) und nach einigen Tagen Twitter merke ich: mensch das ist ja genau das wonach ich eigentlich gesucht habe: eine Art Community, Benutzerführung minimalistisch, Kontakte knüpfen, Infos austauschen – Genial! Mich interessierte zum Beispiel, was Firefox-Logodesigner John Hicks den ganzen Tag macht. Jetzt weiß ichs ;) – am Computer rumhocken und alle 2 Stunden ins Pub gehen ;) . Ich bin gespannt, wie es weitergeht mit diesem Ding. Sch** doch auf Web 2.0 oder 3.0 oder was weiß ich sonstwas. In Versionen kann man das eigentlich sowieso nicht fassen. Wichtig ist nur: was sinnvoll ist bleibt bestehen und setzt sich durch. Abwarten.

  5. 5 Birgit schrieb am 08. Mai 2007 (12:05 Uhr)

    neee, das is mir zu doof. Ich habe auch noch sinnvolle Dinge zu tun und entziehe mich diesem Dienst daher konsequent :)

Kommentare anderer Blogger zu diesem Artikel

Antwort schreiben

Kommentare neuer Teilnehmer werden auf Grund von hohem SPAM-Aufkommen zunächst von mir freigeschaltet, bis sie online erscheinen. Textile kann benutzt werden.

(wird nicht veröffentlicht)