Geschichten vom Maschinenbordbuch

05. April 2006 Bisher 6 Kommentare

“Wir beachteten vor kurzem, dass eins oder mehr versucht, in Ihrem Postbank Konto von einem fremden IP ADRESSE innen zu protokollieren.” stand es in einer eMail. Ich erkläre, was die werten nichtdeutschsprachigen Mitbürger uns damit sagen wollen.

Klar, wir Webdesigner sind die ersten, die eMails direkt löschen, dessen Absender wir nicht kennen, oder der Betreff schon sowas von Rechtschreibfehler klotzt. Doch es gibt ja immer noch genügen. Internetnutzer, die auf die hier genannten SPAM- oder Phishing-Mails reinfallen und Anhänge öffnen.

Die Postbank spricht deutsch

Lieber Normalbenutzer! Wenn du eine eMail bekommst, in der du aufgefordert wirst, dich in dein Onlinebankingkonto einzuloggen, dann mach das. Fragt die Bank nach deiner Geheimzahl und bittet um die übermittlung deiner Transaktionsnummern, umso besser. Die Bank wird schon wissen, wofür sie das braucht. Sollte die eMail auch noch Anhänge enthalten, dann öffne die. Es könnte ja sein, dass dir deine Bank einen Barscheck als PDF schickst, den du dann zwölf Mal ausdrucken kannst und dir so einen Geldsegen beschert.

Ach, du hast gar kein Konto bei der Postbank? Macht ja nichts. Und das ist kein richtiges Deutsch in der eMail? Vielleicht setzt die Postbank ja neuerdings Gastarbeiter ein. Falls du immer noch nicht verstanden haben solltest, was genau in der eMail drinsteht, hier noch einmal der Text zum nachlesen:

Wir beachteten vor kurzem, dass eins oder mehr versucht, in Ihrem Postbank Konto von einem fremden IP ADRESSE innen zu protokollieren. Wenn Sie vor kurzem Ihr Konto beim zugänglich machten, Reisen, kann das ungewöhnliche Maschinenbordbuch in den Versuchen von Ihnen eingeleitet worden sein. Jedoch wenn Sie nicht den Maschinenbordbuchins einleiteten. besuchen Sie bitte PostBank Online Banking so bald wie möglich. Um Ihr Daten zu verifizieren,bitte loggen Sie sich zunächst unten in Ihre Postbank-Konto ein.

Wenn du unbekannte Anhänge in eMails öffnest, lese bitte das:

Der Autor dieser Zeilen in der eMail hat gerade erst bei der Postbank angefangen, oder war sehr in Eile. Nimm es ihm nicht übel und mache genau das, was er von dir möchte. Noch schneller geht das natürlich, wenn du der eMail antwortest und schickst ihm gleich all deine Bankdaten. Dann sparst auch du dir Zeit.

Wenn du unbekannte Anhänge in eMails öffnest, lese das und tue es nie wieder:

Natürlich stellt die Postbank keine Gastarbeiter ein, und lässt sie dir eMails schreiben. Einen Virus kannst du auch nur dann bekommen, wenn du immer diese blöden Anhänge in der eMail öffnest. Ein kleiner Tipp: Lass es einfach. Les dir auch keine eMails von Leuten durch, die du nicht kennst. Auch bei eMails, die dir versprechen, dass du deinen Penis mit ein paar Pillen vergrößern kannst, wird es sich wohl um SPAM handeln. Du bist eine Frau? Ein Grund mehr, diese eMail wegzuschmeißen. Und wenn du doch ein Mann bist: Lebe mit der Größe und arbeite lieber an deiner Technik.

Und ihr blöden Spammer lest bitte dies:

Schickt mir bitte keine eMails mehr, denn:

  • Ich brauche keine Raubkopien, denn ich bin verdammt viel Geld losgeworden, mir diese Originalsoftware über all die Jahre zuzulegen.
  • Ich möchte keine Pillen kaufen
  • Ich klicke keine Links in eMails an, niemals
  • Grafiken aus HTML-eMails werden automatisch unterdrückt
  • deine eMail höchstwarscheinlich eh ausgefiltert wird

Und noch eines: Warum seid ihr nur so blöd, und nennt eure Betreffs Anfangs zu Hauf “SEXUALLY-EXPLICIT”? Ihr habt wohl noch nichts von Filterregeln gehört, die solche Phrasen erkennen und die Mail gleich als SPAM deklarieren? Und noch etwas: lernt deutsch!

Hmmm… klingt das durch, dass ich ein wenig gereizt bin?

Kommentare

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  1. 1 Michel schrieb am 05. April 2006 (17:04 Uhr)

    Auch erschreckend, dass man direkt verdächtigt wird, wenn man mit einer fremden IP auf die “Postbank” zugreifen will, siehe dem allerersten Satz.

    Sehr schön!

  2. 2 SilentWarrior schrieb am 05. April 2006 (22:04 Uhr)

    Lebe mit der Größe und arbeite lieber an deiner Technik.
    Danke. Made my Day.

  3. 3 Julian Schrader schrieb am 05. April 2006 (22:04 Uhr)

    Schön gereizt ;-)

    Das hat mich daran erinnert, meinen SPAM-Ordner mal wieder zu leeren…

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