Der Rückkanal im Print
Der Leser kann Artikel im Internet beispielsweise durch eine Blogfunktionalität direkt kommentieren. So kann er seine Meinung hinterlassen und der Autor erhält direktes Feedback. Printmagazine jammern, dass es einen Rückkanal (zum Autor) erst gar nicht gibt. Mit dem Internet können wir aber genau diesen herstellen.
Die Idee
Stellen wir uns mal, wir drucken neben jedem Artikel eine Nummer oder ein Stichwort ab und betrachten diese Angabe als Referenz. Wenn ich nun im Internet diese Referenz angebe und meinen Kommentar dazu hinterlasse, könnte man einen Rückkanal schaffen. Viele Printpublikationen machen dies in ähnlicher Form ja schon mit Nummern, unter denen ich den Artikel online nachlesen kann. Wenn der geneigte Leser nun etwas kommentieren möchte, müsste jeder Autor Blogfunktionalitäten nachbauen, um den Rückkanal herzustellen. Die Tools dafür haben wir aber bereits „in der Hosentasche“: Das Internet auf dem Handy und Twitter.
hashTag und Twitter
In der dritten Ausgabe des Webstandardsmagazines wird jedem Artikel ein hashTag zugewiesen und abgedruckt. So könnte der hashTag in etwas so aussehen: „wsm3/25“, also „WebStandardsMagazin Ausgabe 3, Artikel 25”. Wenn ich meinen Kommentar über Twitter sende und am Ende den hashTag als Referenz angebe, kann ich direkt danach im Internet suchen und einen Zusammenhang herstellen. Beispiel:
„Ich finde nicht, dass der Autor mit seiner Meinung recht hat. #wsm3/25“.
Suche ich auf der Webseite hashTag nach eben „wsm3/25”, in der Twitter-Suche oder mit jedem x-beliebigen Twitter-Tool mit Suchfunktion, dann erhalte ich chronologisch alle Kommentare zu diesem Artikel – live!
Mit ein paar Zeilen JavaScript und ein bisschen PHP könnte man so auf seiner Webseite zum Printmagazin alle Kommentare abbilden und die Twitter-Community über neue Einträge per Tweet informieren.
Der interessierte Leser sucht aktiv nach den Kommentaren oder benutzt die oben angesprochenen Kolloberationstools durch die hashTag-Suche. Mit Hilfe von Twitter entsteht so nicht nur ein echter Dialog und die Diskussionsmöglichkeit, sondern eben auch ein echter Rückkanal zum Autor.
Ich bin gespannt, wie die Webaffinen Leser des Webstandardsmagazines diesen Ansatz aufnehmen.
1 Markus Schlegel schrieb am 21. Juli 2009 (18:07 Uhr)
2 macx schrieb am 21. Juli 2009 (18:07 Uhr)
3 Georg Portenkirchner schrieb am 21. Juli 2009 (18:07 Uhr)
4 Thomas Off schrieb am 21. Juli 2009 (23:07 Uhr)
5 Mariusz schrieb am 22. Juli 2009 (04:07 Uhr)
6 Martin Ladstätter schrieb am 22. Juli 2009 (10:07 Uhr)
7 macx schrieb am 22. Juli 2009 (10:07 Uhr)
8 kronn schrieb am 22. Juli 2009 (10:07 Uhr)